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KZBV Jahrbuch 2020
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Abrechnungsfälle
Abrechnungsstatistik
Altersverteilung
Alterszahnheilkunde
angestellte Zahnärzte
Anteil
Anteile ausgewählter Ausgabenbereiche
Anzahl
Apotheken
Approbationen
Arbeitszeit des Zahnarztes
ärztliche Behandlung
Aufteilung
Ausgaben der GKV
Ausstattung

5.1  Kurzbericht

Beginnend mit dem Jahr 2018 wurde die bisherige Kostenstrukturerhebung der KZBV organisatorisch und methodisch neu konzipiert. Diese Neugestaltung ist insbesondere auf eine mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz vorgenommene Gesetzesänderung zurückzuführen (§ 85 Abs. 3 SGB V). Hierdurch hat der Gesetzgeber die Parameter verändert, auf deren Basis die Vergütungsverhandlungen über zahnärztliche Leistungen zwischen den Verhandlungspartnern durchgeführt werden. Die strikte Grundlohnsummenanbindung wurde aufgehoben und für die Gesamtvergütungen werden nun zusätzlich die Kriterien Zahl und Struktur der Versicherten, Morbiditätsentwicklung, Kosten- und Versorgungsstruktur der Praxen, für die vertragszahnärztliche Versorgung aufzuwendende Arbeitszeit sowie Art und Umfang der zahnärztlichen Leistungen herangezogen.

Im Gegensatz zur bisherigen KZBV Kostenstrukturerhebung wird die neue Erhebung nicht mehr von der KZBV selbst durchgeführt, sondern vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi), das als externes und unabhängiges Forschungsinstitut über ausgewiesene Expertise in der Durchführung von Erhebungen zu Kostenstrukturen von Arztpraxen verfügt. Im Rahmen der neuen, methodisch als Zahnärzte-Praxis-Panel (ZäPP) angelegten Erhebung, die erstmals bundesweit 2018 durchgeführt wurde, werden mit Hilfe eines gegenüber früher deutlich erweiterten Erhebungsbogens jährlich Daten zur wirtschaftlichen Situation der Zahnarztpraxen und zu den Rahmenbedingungen der vertragszahnärztlichen Versorgung bei den Zahnarztpraxen erfragt.

Auf zwei methodische Änderungen ist in diesem Zusammenhang noch hinzuweisen: Gegenüber den bisherigen Jahrbüchern wird nun bei der Zahl der Beschäftigten in Zahnarztpraxen die Kopfzahl ausgewiesen, ohne Umrechnung auf Vollzeitäquivalente. Die Erhebung steht damit im Einklang mit der Kostenstrukturstatistik bei Arzt- und Zahnarztpraxen des Statistischen Bundesamtes. Des Weiteren wurden bisher bei den zahnärztlichen Arbeitszeiten nur die Daten für den ersten Praxisinhaber berücksichtigt. Nunmehr werden alle Praxisinhaber in die Ermittlung der Arbeitszeiten einbezogen.

Einkommensentwicklung in 2018

Im Jahre 2018 erhöhte sich der steuerliche Einnahmen-Überschuss je Praxisinhaber in Deutschland um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr. Er lag damit in 2018 bei 168.700 €. Da in diesem Zeitraum die Verbraucherpreise um 1,8 % gestiegen sind, erhöhte sich der Realwert des zahnärztlichen Einkommens nur um 0,5 %. Zurückzuführen ist die Entwicklung des zahnärztlichen Einnahmen-Überschusses in 2018 auf einen Anstieg des Umsatzes (Gesamteinnahmen aus selbstständiger zahnärztlicher Tätigkeit) je Praxisinhaber um 3,2 % bei gleichzeitiger Zunahme der Betriebsausgaben um 3,6 %. Sowohl Umsatz als auch Ausgabenentwicklung werden durch den für den Zahnarzt “durchlaufenden Posten” Ausgaben für Arbeiten von Fremdlaboratorien beeinflusst. Bereinigt man sowohl den Umsatz als auch die Betriebsausgaben um diesen Posten, ergibt sich beim so bereinigten Umsatz in 2018 gegenüber 2017 eine Zunahme um 3,3 % und bei den bereinigten Betriebsausgaben um 4,0 %.

Im Jahr 2018 blieben 60 % der Zahnärzte in Deutschland mit ihrem Einkommen vor Steuern unter dem Durchschnittswert (arithmetisches Mittel) von 168.700 €, 40 % erreichten einen höheren Wert. Der Median des Einnahmen-Überschusses lag 2018 bei 145.600 €. Das heißt, 50 % der Zahnärzte hatten ein Einkommen vor Steuern von weniger als 145.600 € zu verzeichnen, während 50 % den Wert überschritten.

In den alten Bundesländern (Berlin ist unter den alten Bundesländern subsumiert) erhöhte sich der Umsatz je Praxisinhaber 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,0 %. Die Betriebsausgaben stiegen gleichzeitig um 3,4 % an. Daraus resultierte ein Anstieg des steuerlichen Einnahmen-Überschusses um 2,1 % (real 0,3 %) auf 175.500 €. Der im Jahr 2018 in den alten Bundesländern erzielte durchschnittliche Einnahmen-Überschuss lag nominal um 71 % über dem Wert, den die Zahnärzte im Jahre 1976, also vor 42 Jahren, im Durchschnitt erreichten. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 1,3 %. Allerdings hat in diesem Zeitraum eine Preissteigerung (Inflationsrate) von 143 % den Realwert des Einnahmen-Überschusses der Praxisinhaber auf 70 %, also knapp ein Drittel gegenüber 1976 reduziert.

2018 blieben 60 % der Zahnärzte in Westdeutschland mit ihrem Einkommen unter dem Durchschnittswert von 175.500 €, 40 % lagen darüber. Der Median des Einnahmen-Überschusses lag 2018 bei 151.900 €. Das heißt, 50 % der westdeutschen Zahnärzte hatten ein Einkommen vor Steuern von weniger als 151.900 €, während 50 % den Wert überschritten. In den neuen Bundesländern stieg der Umsatz je Praxisinhaber 2018 gegenüber 2017 um 4,1 %. Die Betriebsausgaben erhöhten sich um 4,6 %, woraus ein Anstieg des durchschnittlichen Einnahmen- Überschusses um 3,3 % (real +1,5 %) auf 138.700 € resultiert. Im Jahr 2018 blieben 58 % der Zahnärzte in Ostdeutschland mit ihrem Einkommen vor Steuern unter dem Durchschnittswert von 138.700 €, 42 % erreichten ein höheres Einkommen. Der Median des Einnahmen-Überschusses lag im Jahr 2018 in den neuen Bundesländern bei 122.400 €.

Realwertentwicklung des Einnahmen-Überschusses je Praxisinhaber - 1976 - 2018 - Alte Bundesländer


Der Niveauunterschied Ost gegenüber West beim Durchschnittseinkommen 2018 betrug -21,0 % (zum Vergleich: Der Vorjahreswert lag bei -21,9 %). Damit hat sich der Niveauunterschied zahnärztlicher Einkommen zwischen alten und neuen Bundesländern in 2018 gegenüber dem Vorjahr weiter verringert.

Einnahmen-Überschuss real gegenüber 1976 um 30 % zurückgegangen

Während der Einnahmen-Überschuss in den alten Bundesländern im Jahre 2018 nominal um 71 % über dem Niveau des Jahres 1976 lag, sind die Bruttolöhne und -gehälter je Beschäftigten im selben Zeitraum um rd. 215 % gestiegen, und der Preisindex für die allgemeine Lebenshaltung erhöhte sich um 143 %. Daraus resultiert, dass der Realwert des Einnahmen-Überschusses in den alten Bundesländern bis 2016 um 30 % gesunken ist, während die Bruttolöhne und -gehälter je Beschäftigten trotz des deutlichen Preisanstiegs real um fast 30 % gestiegen sind.

Arbeitszeiten des Zahnarztes überdurchschnittlich hoch

Der Praxisinhaber arbeitete im Jahr 2018 in Deutschland im Durchschnitt 43,0 Std., davon 32,8 Std. behandelnd (die verbleibende Zeit wurde für Praxisverwaltung, Fortbildung etc. verwandt). In den alten Bundesländern waren die Zahnärzte im Durchschnitt 43,3 Std. pro Woche tätig, davon 33,0 Std. behandelnd. In den neuen Bundesländern arbeitete der Zahnarzt 2018 im Durchschnitt 42,5 Std. pro Woche, davon 32,4 Std. behandelnd. Die Arbeitszeiten von 43,3 Std. pro Woche (alte Bundesländer) bzw. 42,5 Std. pro Woche (neue Bundesländer) liegen deutlich über den Arbeitszeiten aller Erwerbstätigen (durchschnittlich 34,8 Std. pro Woche in den alten Bundesländern und 36,4 Std. in den neuen Bundesländern). Verglichen mit der durchschnittlichen Arbeitszeit aller Erwerbstätigen in den alten bzw. neuen Bundesländern beträgt die Mehrarbeit der Zahnärzte im Westen fast 25 % und im Osten 17 %. Im Bundesdurchschnitt liegt damit die Arbeitszeit der Zahnärzte um rd. 23 % höher als im Durchschnitt aller Erwerbstätigen.

Kosten der Zahnarztstunde im Jahr 2018

Aus der durchschnittlichen Behandlungszeit von 32,8 Stunden pro Woche in Deutschland ergeben sich bei 42 Arbeitswochen als jährliche Behandlungszeit 1.378 Behandlungsstunden. Die durchschnittlichen Praxisausgaben je Inhaber betrugen 2018 im Bundesdurchschnitt 351.800 €, davon 88.100 € für Arbeiten von Fremdlaboren. Die Umrechnung der Betriebsausgaben ohne Fremdlaborausgaben auf die Behandlungsstunden führt zu einem Wert von 191 € pro Stunde. Zusätzlich zu diesem Betrag muss der Zahnarzt während der Behandlungszeit auch sein eigenes Einkommen (2018 durchschnittlich 168.700 €, umgerechnet 122 € pro Stunde) erwirtschaften. Insgesamt muss der Zahnarzt somit 313 € pro Behandlungsstunde an Honorarumsatz erzielen. Unter Einbeziehung der Fremdlaborausgaben ergibt sich ein Gesamtumsatz von 378 € pro Behandlungsstunde

In den alten Bundesländern führen die 33,0 Behandlungsstunden pro Woche zu 1.386 Behandlungsstunden im Jahr 2018. Daraus ergeben sich Betriebsausgaben ohne Fremdlaborausgaben von 203 € pro Stunde. Auf das Einkommen pro Behandlungsstunde entfallen weitere 127 €. Damit beläuft sich der Honorarumsatz auf insgesamt 330 € pro Behandlungsstunde. Unter Einbeziehung der Fremdlaborausgaben ergibt sich ein Gesamtumsatz von 395 € pro Behandlungsstunde.

In den neuen Bundesländern resultieren aus den 32,4 Behandlungsstunden pro Woche 1.361 Behandlungsstunden im Jahr 2018. Daraus ergeben sich Betriebsausgaben ohne Fremdlaborausgaben von 135 € pro Stunde. Auf das Einkommen pro Behandlungsstunde entfallen weitere 102 €. Damit beträgt der Honorarumsatz 237 € pro Behandlungsstunde. Unter Einbeziehung der Fremdlaborausgaben ergibt sich ein Gesamtumsatz von 290 € pro Behandlungsstunde.

Beträge je Behandlungsstunde 2018 in €


Zahnärzte in der Einkommensskala langfristig abgerutscht

Der langfristige Rückgang der zahnärztlichen Einkommen in den alten Bundesländern im Zeitraum 1980 bis 2015 dokumentiert sich auch im Vergleich des durchschnittlichen Zahnarzteinkommens mit den Einkommen anderer Facharztgruppen. Während sich das Zahnarzteinkommen 1980 noch im oberen Bereich der Facharzteinkommen bewegte, sank es im Laufe der Jahre (relativ zu den anderen Facharztgruppen) kontinuierlich ab. 1997 lagen die Zahnärzte mit ihrem Einkommen noch im Mittelfeld. Im Jahr 2015 verschlechterte sich die relative Lage der Zahnärzte nochmals deutlich, sodass die Zahnärzte nunmehr zu den Facharztgruppen mit den niedrigsten Einkommen gehören.

Große Spannweite bei den zahnärztlichen Einkommen

Die Einkommen der Zahnärzte streuen sehr stark. Im Jahr 2018 lagen 50 % der Zahnärzte in Deutschland mit ihren Einkommen unter 145.600 € (Medianwert). Darüber hinaus erreichten 7,3 % der Zahnärzte in Deutschland einen Einnahmen-Überschuss von weniger als 50.000 €. In den alten Bundesländern betrug dieser Anteil 7,2 %, in den neuen Bundesländern waren es 7,6 % der Zahnärzte.

Verfügbares Einkommen im Jahr 2018

Nach Abzug der zu zahlenden Steuern (Einkommen- und Kirchensteuern, Solidaritätszuschlag) und der Beiträge für die soziale Sicherung (Altersvorsorge, Krankenversicherung) ergab sich für einen verheirateten Zahnarzt mit zwei Kindern, der genau das mittlere Einkommen (Medianwert) erzielte, im Jahre 2018 ein verfügbares Einkommen von 88.300 € im Bundesdurchschnitt. In den alten Bundesländern lag das verfügbare Einkommen 2018 bei 91.500 €, in den neuen Bundesländern bei 76.200 €.

Zahnärzte-Einkommen spürbar abgerutscht


Verglichen mit einem Arbeitnehmer mit 13 Monatsgehältern entspricht dies einem verfügbaren Einkommen des Zahnarztes von rd. 6.790 € (alte Bundesländer: 7.040 €, neue Bundesländer: 5.860 €). Hierbei ist u. a. noch zu berücksichtigen, dass der Zahnarzt eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 43,3 Std. in den alten Bundesländern und 42,5 Std. in den neuen Bundesländern hat, die erheblich über der durchschnittlichen Arbeitszeit in der Bevölkerung liegt. Ferner ist zu beachten, dass im zahnärztlichen Einnahmen-Überschuss und damit auch im verfügbaren Einkommen Bestandteile enthalten sind, die betriebswirtschaftlich nicht zum Einkommen aus zahnärztlicher Tätigkeit zählen (z. B. unentgeltliche Tätigkeit von Familienangehörigen, Einsatz von Eigenkapital in der Praxis).

Liquidität der Zahnärzte langfristig gesunken - positiver Trend seit 2007

Von dem verfügbaren Einkommen muss der Zahnarzt den Lebensunterhalt für sich und seine Familie bestreiten. Zusätzlich muss er aus dem verfügbaren Einkommen noch Rücklagen bilden, um steigende Preise bei Reinvestitionen auffangen zu können. Insbesondere bei den Zahnärzten mit unterdurchschnittlichen Praxisergebnissen, die einen nicht unerheblichen Teil aller Zahnärzte ausmachen, treten hier bereits Liquiditätsprobleme auf.

Über die Reinvestitionen hinaus muss das verfügbare Einkommen dem Zahnarzt dazu dienen, Anschaffungen von zusätzlichen Investitionsgütern zu ermöglichen, die dem aktuellsten Stand der Technik entsprechen. Im Dentalbereich werden innovative Fortschritte erzielt, die eine für den Patienten gesundheitsschonendere und schmerzfreiere Behandlung ermöglichen. Allerdings ist die Anschaffung dieser Investitionsgüter mit erheblichen Kosten verbunden.

Die sich seit 2007 abzeichnende Trendumkehr nach dem langjährigen Schrumpfungsprozess der zahnärztlichen Einkommen (real hat sich der Einnahmen-Überschuss im Jahre 2018 gegenüber 1976 in den alten Bundesländern um rd. 30 % verringert) ist ein wichtiger Schritt, damit Zahnärzte weiterhin ihren Patienten diese innovativen Behandlungsmethoden anbieten können. Auch notwendige Aufwendungen zur Qualifizierung des Praxispersonals durch permanente Fortbildung werden hierdurch ermöglicht. Letztlich sichert ein gesundes Zahnarzteinkommen langfristig die Behandlungsqualität und somit den Patientennutzen in den Zahnarztpraxen.

Zahnärzte als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor

Ende des Jahres 2018 wurden in den Zahnarztpraxen in Deutschland insgesamt rd. 312.000 Arbeitnehmer entgeltlich beschäftigt. Darunter waren gut 32.000 Auszubildende.

Einschließlich der zahnärztlichen Praxisinhaber belief sich die Zahl der entgeltlich tätigen Personen in den Zahnarztpraxen im Jahre 2018 auf rd. 362.000. Darüber hinaus hängen knapp 100.000 weitere Arbeitsplätze direkt von den Zahnarztpraxen ab (Arbeitsplätze in gewerblichen Laboren, Dentalhandel, Dentalindustrie sowie zahnärztlichen Körperschaften). Zusammen ergeben sich daraus ca. 460.000 Arbeitsplätze in Deutschland.

Des Weiteren hängen von der Zahnärzteschaft noch weitere Arbeitsplätze in Dienstleistungsbereichen ab (unter anderem Steuerberatungsbüros, Banken, Versicherungen, Bauunternehmen, Dental-Software-Hersteller).

Verfügbares Einkommen je Inhaber 2018 in €


Auf die Beschäftigten in den Zahnarztpraxen entfiel lt. Lohnerhebung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) im Jahr 2018 in Deutschland eine Lohnsumme von rund 5,8 Mrd. €. Die Bedeutung der Zahnärzteschaft für die Investitionsgüterindustrie und die Kreditwirtschaft ist aus den folgenden Daten zu erkennen: 2018 betrug das gesamte Abschreibungsvolumen der niedergelassenen Zahnärzte rd. 900 Mio. €. In etwa dieser Höhe werden 2018 auch Investitionen getätigt worden sein. Darüber hinaus zahlten die Zahnärzte insgesamt rd. 160 Mio. € Fremdkapitalzinsen.

Der in den deutschen Zahnarztpraxen erwirtschaftete Gesamtumsatz belief sich im Jahr 2018 auf rd. 26 Mrd. €. Sowohl hinsichtlich des Umsatzvolumens als auch der Beschäftigtenzahl stellt die Zahnärzteschaft einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor dar.

Trendanalyse des IDZ - Beschäftigungseffekte bis 2030

Im Rahmen seiner Studie “Wachstums- und Beschäftigungseffekte in der Mundgesundheitswirtschaft” hat das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) u. a. die Beschäftigungseffekte in der Mundgesundheitswirtschaft bis zum Jahr 2030 ermittelt. In einer gesundheitsökonomischen Trendanalyse prognostiziert das IDZ einen potenziellen Beschäftigungszuwachs im zahnmedizinischen Versorgungsbereich in Höhe von etwa 20 %. Dabei nimmt die Zahl der Beschäftigten um rd. 76.000 auf rd. 486.000 im Jahr 2030 zu. Dies entspricht einem jährlichen Beschäftigungszuwachs in der Mundgesundheitswirtschaft von schätzungsweise rd. 0,9 %. Die Prognose bezieht sich auf Arbeitsplätze in Zahnarztpraxen, in Dentallaboren und im Einzelhandel für Mundgesundheitsprodukte.

Mit einer Zunahme von rd. 65.000 Beschäftigten entfällt der Großteil auf den zahnärztlichen und den zahntechnischen Bereich. Die restliche Zunahme in Höhe von rd. 11.000 Beschäftigten findet im Bereich des Einzelhandels für Mundgesundheitsprodukte statt. Insofern fungiert der zahnmedizinische Sektor als Wachstums- und Beschäftigungstreiber für die Gesamtwirtschaft.

Die Wachstumseffekte resultieren primär aus dem privat finanzierten sog. “Zweiten Mundgesundheitsmarkt” (direkte Ausgaben der privaten Haushalte). Als Begründung für das kontinuierliche Wachstum werden der demografische Wandel und das gestiegene Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung gesehen. Während im Jahr 1983 jeder Zwölfjährige in Deutschland an durchschnittlich sieben Zähnen Karies aufwies, waren im Jahr 2014 bei den Zwölfjährigen nur noch 0,5 Zähne kariös. Maßnahmen der Zahnerhaltung gewinnen unter diesen Rahmenbedingungen immer mehr an Bedeutung.

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