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3.6  HZV: TK fördert die Digitalisierung

Die Landeshausarztverbände und die Techniker Krankenkasse gehen mit ihrem vor Kurzem beschlossenen Hausarztvertrag neue Wege. Der Vertrag nach §73b SBV V, der u. a. den Hausärzten in Westfalen-Lippe offensteht, sieht eine Extra-Vergütung für digitalisierte Arztpraxen vor, die zu erheblichen Mehreinnahmen führen kann.

Mit bundesweit 5,475 Mio. in die Vollversorgungsverträge zur hausarztzentrierten Versorgung (HzV) eingeschriebenen Versicherten (Stand: Februar 2020) und weiteren ca. 2 Mio. Versicherten in Add-on-Verträgen (die über die KVen abgerechnet werden) sowie rund 17.000 teilnehmenden Ärzten hat sich die HzV inzwischen als feste Alternative zur kollektivvertraglichen Versorgung etabliert. Im Jahr 2018 verzeichnete die Hausärztliche Vertragsgemeinschaft (HÄVG) deutschlandweit mehr als 14,7 Mio. Behandlungsfälle bei einem Honorarvolumen von über 1,402 Mrd. €. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 9,7 % (2017: 1,278 Mrd. €).

Der neue TK-Vertrag setzt finanzielle Anreize für die Digitalisierung der Praxen.

Abb.: Entwicklung HzV


Auch der Deutsche Hausärzteverband fördert die Digitalisierung

HzV-Bonus für digitale Anwendungen

Mit Wirkung zum 1.1.2020 hat die Techniker Krankenkasse (TK) in Zusammenarbeit mit den Landeshausärzteverbänden und der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft AG den Vertrag zur hausarztzentrierten Versorgung weiterentwickelt. Er gilt bundesweit in 13 KV-Regionen; u. a. in Westfalen-Lippe. Neu ist die Förderung der digitalen Vernetzung durch einen sogenannten Innovationszuschlag. Um diesen Bonus zu erhalten, müssen teilnehmende Hausarztpraxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein und zudem mindestens drei weitere Kriterien nachweisen. Dazu gehören u. a. die Verwendung des elektronischen Heilberufsausweises (eHBA), der digitale Versand von Arztbriefen (eArztbrief), die Möglichkeit der Online-Terminbuchung oder der Einsatz der Videosprechstunde. Bei Erfüllung der digitalen Vorgaben erhält der Arzt zusätzlich zur Grundpauschale einen Bonus von 8 € je HzV-Patienten.

Weitere Neuerungen des HzV-Vertrags:

  • Honorierung des Mehraufwands für die Betreuung von chronisch kranken Patienten: Die Grundpauschale ist ab sofort je Quartal (bislang Halbjahr) mit jeweils 43 € ansetzbar

  • Vergütung von Delegationsleistungen (z. B. durch Tele-VERAH®)

  • Erstattung der Nutzung des arriba®-Moduls zur Diagnostik und Therapieempfehlung bei Depressionen

Deutscher Hausärzteverband macht sich für Digitalisierung stark

Unabhängig von den Digitalisierungsbemühungen der Landeshausärzteverbände und der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft AG setzt sich auch der Deutsche Hausärzteverband für die Digitalisierung im Rahmen der HzV ein. Beispiele für die Integration praxisnaher, telemedizinsicher Lösungen in die HzV sind die Software Geniocare, die der Abrechnung der Vollversorgungsverträge in der HzV dient sowie die Überführung des mehrfach ausgezeichneten Projektes TeleArzt in die HzV, das auf die Entlastung immobiler und chronisch kranker Menschen in strukturschwachen Gebieten abzielt.

Dem Deutschen Hausärzteverband zufolge ist es entscheidend, die Digitalanwendungen an den Bedürfnissen der Patienten und den Ärzten auszurichten. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland hier weit hinterher, worunter auch die hausärztliche Versorgung zunehmend leiden wird. Aus diesem Grund macht sich der Deutsche Hausärzteverband bereits seit 2015 im Beirat der gematik für ein Vorantreiben der Telemedizin stark.

Auch die TK beschreitet mit den vertraglichen Anpassungen des Hausarztvertrags neue Wege. Erstmals werden Anreize für Digitalisierungsmaßnahmen der Praxen sowie den Ausbau der digitalen Gesundheitsversorgung geschaffen. So soll eine innovative und bedarfsgerechte Patientenversorgung für die Zukunft sichergestellt werden. Es ist davon auszugehen, dass auch andere Krankenkassen dem Vorbild der TK folgen werden.

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