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Einblicke in ATLAS MEDICUS®
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3.4  Praxisgewinn: zum Teil große Unterschiede in Ost und West

Eine aktuelle Auswertung der Heilberufedatenbank ATLAS MEDICUS® des Branchenspezialisten REBMANN RESEARCH kommt zu dem Ergebnis, dass mit Blick auf den durchschnittlichen Gewinn je Praxis bei der großen Mehrzahl der untersuchten 26 Fachgruppen nach wie vor ein West-Ost-Gefälle vorliegt. Dieses ist bei den Dermatologen mit knapp 61 % besonders ausgeprägt (vgl. Abb.). Auch Orthopäden, HNO-Ärzte und Radiologen müssen sich im Osten mit deutlich niedrigeren Durchschnittsgewinnen als ihre westdeutschen Kollegen begnügen. Erheblich besser als die obigen Fachgruppen positionieren sich die ostdeutschen Kardiologen (-7,8 %), Pneumologen/Lungenärzte (-6,0 %), Kinderärzte (-5,9 %), nichtärztliche Psychotherapeuten (-4,6 %) und insbesondere die Neurologen (-1,9 %) und Nervenärzte (-1,0 %). Die hausärztlichen Fachgruppen sowie die Neurochirurgen und Nephrologen konnten in der Durchschnittsbetrachtung die westdeutschen Praxen sogar überholen. Bei allen anderen untersuchten Fachgruppen liegen die Unterschiede zwischen rund 11 % und 34 % (zugunsten der westdeutschen Ärzte).

Abb.: So viel verdienen ostdeutsche Praxen mehr/weniger (2017)


Für die dargestellten Gewinnunterschiede zwischen Ost und West gibt es keine monokausale Erklärung. So spielt neben der regionalen Kaufkraft, den Privatpatientenanteilen, den Kosten (für Immobilien, Miete, Personal etc.) u. a. das KV Vergütungsniveau eine Rolle. Darüber hinaus üben auch die Praxisstrukturen großen Einfluss aus. So lassen sich z. B. durch große Mehrbehandlerpraxen oder MVZ(Ketten) entsprechende Renditesteigerungen realisieren.

Die Spitzenverdiener innerhalb der Fachgruppen beeinflussen die Durchschnittswerte sehr stark, was die Hypothese nahelegt, dass es in Westdeutschland innerhalb der Fachgruppen der Hautärzte, Orthopäden, HNO-Ärzte und Radiologen eine größere Anzahl besonders erfolgreicher (größerer) Einrichtungen gibt als in Ostdeutschland. Bei den Hausärzten hingegen ist dieser “Verzerrungseffekt” geringer, da hier große renditestarke Kooperationsformen eher selten vorkommen. Somit sollten hier die jeweiligen Durchschnittswerte deutlich näher an jenen Werten liegen, die die Mehrheit der Allgemeinmediziner und Hausarztinternisten tatsächlich erwirtschaftet.

Gemessen in den absoluten Differenzbeträgen ergeben sich leichte Verschiebungen der Fachgruppenreihenfolge. Hier führen die westdeutschen Radiologen die Rangfolge mit einem Plus von fast 100.000 € an (vgl. Tab.). Unter den ostdeutschen Fachgruppen liegen - wie auch beim prozentualen Vergleich - die Nephrologen vorn.

Tab.: Gewinnplus/-minus im Vergleich (2017)*

WestOstDifferenz
Radiologe375.880 €276.068 €-99.812 €
Hautarzt261.734 €163.006 €-98.728 €

Internist fachärztl. (o. Schwerpunkt)

331.499 €246.689 €-84.810 €
Orthopäde228.914 €153.846 €-75.068 €
Allgemeinmediziner167.979 €169.322 €1.343 €

Internist hausärztl.

204.861 €206.854 €1.993 €
Neurochirurg241.815 €254.305 €12.490 €
Nephrologe455.318 €512.772 €57.454 €

* Die Durchschnittswerte je Vertragsarzt erlauben keine Aussage über den Einzelfall. Der Gewinnausweis erfolgt vor Steuern und Abzug von Aufwendungen für die Krankenversorgung, Altersvorsorge etc. und gegebenenfalls Tilgungsleistungen für Praxiskredite.

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