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1.1  Umsatzrentabilität: Ein Überblick nach Fachgruppen

Tauchen in der Öffentlichkeit Zahlen zum Honorar der niedergelassenen Ärzte auf, ist die Aussagekraft meist recht bescheiden: Umsatz und Gewinn werden nicht sauber getrennt oder die hohen Geräteabgaben der technischen Fächer ignoriert - ein völlig verzerrtes Bild der Lage ist nicht selten die Folge. Ein besseres Verständnis für die hohen Ausgaben der Praxen liefert da ein Blick auf die Umsatzrentabilität der einzelnen Fachgruppen.

Die Umsätze der technischen Fächer täuschen oft - die hohen Kosten machen sich am Ende bemerkbar.

Zugegeben: Viele Analysen aus der freien Wirtschaft lassen sich nicht auf die Arztpraxen übertragen. Dennoch ist die Umsatzrentabilität eine interessante betriebswirtschaftliche Kennziffer. Sie gibt Auskunft darüber, welcher prozentuale Anteil vom Umsatz (einschließlich der privatärztlichen und sonstigen Umsätze) dem Praxisinhaber als Gewinn verbleibt. Die entsprechenden Werte lassen sich den Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) entnehmen.

Das Unternehmen REBMANN RESEARCH hat sich auf die Auswertung ökonomischer Daten und Marktanalysen im Gesundheitsbereich spezialisiert - und dem änd die Daten verschiedener ärztlicher Fachgruppen zur Verfügung gestellt. Die hier gezeigten Werte für das Jahr 2019 basieren dabei nicht nur auf aggregierten Gesamterhebungen, beispielsweise der KBV oder KZBV, zur Gesamthonorarsituation einzelner Praxen. Das Unternehmen hat auch viele Hunderte von Spezialquellen mit betriebswirtschaftlichen Informationen zu den einzelnen ärztlichen und zahnärztlichen Fachgruppen ausgewertet und arbeitet mit Banken (z. B. Deutsche Bank und Sparkassen Finanzgruppe) sowie zahlreichen Steuerberatungsgesellschaften eng zusammen.

Allgemeinmediziner und Neurologen weit oben

Wenig überraschend: Die durchschnittliche Hausarztpraxis hat laut Auswertung eine bessere Umsatzrentabilität als zum Beispiel die mit hohen technischen Ausgaben belasteten Radiologen oder Laborärzte: Bei den Allgemeinmedizinern liegt die Rentabilität rechnerisch bei 52 % in den alten Bundesländern, im Osten des Landes sogar bei 57 %. Der Radiologe erreicht gerade einmal 34 %.

Interessant bei den grundversorgenden Fachärzten: Während Gynäkologen, Urologen, Dermatologen und Augenärzte nicht sehr weit vom Allgemeinmediziner entfernt liegen, fallen die HNO-Ärzte in ihrer Rentabilität deutlicher ab (47 % West, 51 % Ost). Noch schlechter sind die Werte bei den Orthopäden (44 % West, 47 % Ost).

Sicherlich nicht zuletzt aufgrund des hohen Geräte- und Materialaufwands liegen die Zahnärzte sehr weit unten, was die Umsatzrentabilität angeht (32 % West, 36 % Ost). Dass die Laborärzte schließlich am Ende der Skala zu finden sind, war ebenfalls zu erwarten: Sie bilden mit 21 % (Ost 25 %) das Schlusslicht.

Das Fazit von REBMANN RESEARCH: “Die zum Teil erheblichen Unterschiede zwischen den Fachgruppen resultieren unter anderem aus den unterschiedlichen Anforderungen an die technische Ausstattung. Generell gilt, dass geräteintensive Fachgruppen/Praxen höhere Honorareinkünfte erwirtschaften, allerdings auch höhere Kosten haben. Auch bei ambulant operativ tätigen Fachgruppen fallen häufig vergleichsweise hohe Sach- und Personalkosten an, welche die Umsatzrentabilität entsprechend schmälern.”

So weit, so klar. Trotzdem könnten die Zahlen mehr, als diese vorhersehbare Aussage zu untermauern: Der Vergleich der Umsatzrentabilität der eigenen Praxis mit dem entsprechenden Durchschnittswert der Fachgruppe könne einen ersten Hinweis darüber geben, ob ein Praxisbetrieb rentabel sei oder nicht. “Liegt der Wert im Durchschnitt oder darüber, ist die Praxis rentabel.” Liegt die Rentabilität der Praxis deutlich unterhalb des Fachgruppendurchschnitts, könne dies auf ein grundlegendes Effizienzproblem hinweisen. “Selbstverständlich sind zur genauen Beurteilung der Ertragskraft einer Praxis weitere Informationen notwendig”, räumt REBMANN RESEARCH ein.

Die Tabellen zur Rentabilität im Überblick:




Quelle Daten: REBMANN RESEARCH in ATLAS MEDICUS©, Stand 12/2019

Hinweis: bei den Werten handelt es sich um eine reine Durchschnittsbetrachtung, weshalb die Ausprägungen innerhalb der Fachgruppen und/oder nach Regionen deutlich abweichen können.

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung des änd, Beitrag von Jan Scholz, erschienen am 23.7.2020 (https://www.aend.de/article/207313).

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