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Einblicke in ATLAS MEDICUS®
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1.1  Einzelkämpfer oder Teamworker: Lohnt sich die Aufnahme eines Praxispartners?

Immer mehr Einzelpraxisinhaber schätzen die Vorteile, die sich durch die Aufnahme eines Partners ergeben. Doch wie schlägt sich die Teamarbeit auf wirtschaftlicher Seite nieder? Der ATLAS MEDICUS®-Vergleichsrechner zeigt am Beispiel der Allgemeinmediziner, dass sich der Praxisgewinn im Vergleich zur Zahl der Ärzte nur unterproportional entwickelt. Trotzdem kann die Aufnahme eines Partners – vor allem auch mit Blick auf die spätere Praxisabgabe – sinnvoll sein.

Generell lässt sich beobachten, dass im niedergelassenen Bereich der Trend hin zu größeren Praxisstrukturen geht. Selbst Einzelpraxisinhaber arbeiten immer häufiger mit angestellten Ärzten, während die Zahl der reinen Einzelkämpfer Jahr für Jahr sinkt. Grund ist der Wertewandel der nachfolgenden Ärztegeneration. Junge Ärzte ziehen immer häufiger flexible Arbeitszeitmodelle mit reduzierter Arbeitszeit vor und scheuen gleichzeitig die finanziellen Risiken und Verpflichtungen, die sich mit der Gründung oder Übernahme einer Einzelpraxis ergeben. Kooperationen bieten somit die Grundlage für zukunftsfeste Berufsausübungsmodelle, die auch die Chancen auf eine spätere erfolgreiche Abgabe des Vertragsarztsitzes deutlich erhöhen können.

Kostenvorteile in der hausärztlichen 2er-BAG

Neben strategischen Überlegungen sind vor dem Schritt in eine Kooperation auch die wirtschaftlichen Auswirkungen zu berücksichtigen. So kann der Start in die Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) zunächst mit größeren Investitionen verbunden sein. Bei der Kalkulation ist zu berücksichtigen, dass sich die Verdoppelung der ärztlichen Arbeitskraft bzw. der Zulassungen nicht eins zu eins in den Praxiskennzahlen widerspiegelt. Wie die Zahlen des Vergleichsrechners der Heilberufedatenbank ATLAS MEDICUS® für die Gruppe der Allgemeinmediziner in Westfalen-Lippe belegen, zeigen sich beim Umsatz und Gewinn – gemessen an den Durchschnittswerten der Fachgruppe über alle Umsatzgrößenklassen hinweg – sogar leichte Nachteile für die 2er-BAG. Bezogen auf den einzelnen Arzt ergeben sich bei der BAG Einnahmeverluste von knapp 15 % (vgl. Tab.), die sich in erster Linie auf die geringere Arbeitsbelastung in der Kooperation zurückführen lassen. Auf Kostenseite hat jedoch die wirtschaftliche Stärke der Kooperation kompensierende Effekte. Kostenvorteile u. a. durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur und die bessere Auslastung von Personal und Geräten führen zu einer Reduktion der Gesamtkosten um rund 26 % je Vertragsarzt. Im Vergleich zur Einzelpraxis beschränken sich deshalb die einnahmebedingten Gewinneinbußen des durchschnittlichen Vertragsarztes in der BAG auf 4 %.

Abb.: Allgemeinmedizinische Einzelpraxis und BAG in Westfalen-Lippe: Einnahmen und Kosten im Vergleich


Start in die BAG: Durchhaltevermögen ist gefragt

Die Erfahrung zeigt, dass es in den ersten (zwei) Jahren nach einer Umwandlung einer Einzelpraxis in eine BAG nicht selten zu rücklaufigen Gewinne kommen kann. Die Gründe liegen meist darin, dass der dringend benötigte Patienten-/Leistungszuwachs zunächst niedriger ausfällt als erwartet. Dies führt dazu, dass die Umsätze in geringerem Maße wachsen als die Kosten (zusätzliches Personal, Investitionen in das Gebäude, Praxisausstattung etc.). Damit sich die Überführung einer Einzelpraxis in eine BAG rechnet, ist also eine deutliche Leistungsausweitung notwendig, die unter Umständen jedoch erst nach mehreren Jahren realisiert werden kann. Ist diese Phase überstanden, lassen sich mit einer BAG deutlich höhere Gewinne erzielen als mit einer Einzelpraxis. Laut ATLAS MEDICUS®-Vergleichsrechner liegt die Umsatzrendite bei allgemeinmedizinischen BAG in Westfalen-Lippe bei mehr als 56 % und damit um gut sechs Prozentpunkte höher als bei der Einzelpraxis.

Steuerliche und rechtliche Fragen im Vorfeld klären

Aus steuerlicher und rechtlicher Sicht ergeben sich durch eine Kooperation u. a. bezüglich der Haftung, der Schweigepflicht sowie der gemeinsamen Patientenbehandlung oft neue Sachverhalte. Da bei falscher Gestaltung erhebliche Probleme resultieren können, ist eine qualifizierte Unterstützung – am besten durch spezialisierte Rechts- und Steuerberater  unverzichtbar. Unabhängig davon dürfen jedoch die sogenannten weichen Faktoren nicht außer Acht gelassen werden. Je enger das Konstrukt einer gemeinsamen Berufsausübung

gefasst ist, desto höher liegt das Konfliktrisiko zwischen den Partnern. Insbesondere bei den BAG ist eine relativ hohe Trennungsquote zu verzeichnen. Umso wichtiger ist es (gerade auch bei befreundeten Medizinern), möglichst viele potenzielle Streitpunkte im Vorfeld durch feste vertragliche Regeln auszuschließen.

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