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ATLAS DENTAL Europa 2019
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3.3  Technologische Entwicklungen

Im Folgenden werden, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Prioritäts-Setzung oder festen Ordnungsrahmen, einige Schlaglichter auf interessante, zukunftsweisende Innovationsfelder in der Zahnheilkunde geworfen: Bei den technologischen Entwicklungen steht die Nutzung digitaler Technologien (Digitale Bildgebung, CAD/CAM-Fertigung, 3-D-Druck etc.) gegenwärtig im Vordergrund. Sie können, abhängig von der speziellen klinischen Situation bzw. von der Indikation, im Detail qualitative Verbesserungen von Behandlung und Diagnose erlauben, vor allem jedoch Komfort und Effizienz erhöhen. Namentlich ermöglicht CAD/CAM eine schnelle und qualitativ hochwertige Herstellung von zahntechnischen Objekten und macht dabei die Verarbeitung neuer Werkstoffe möglich. Die veränderten Arbeitsabläufe in Labor und Praxis bringen auch eine andere Zusammenarbeit innerhalb der Branche mit sich. Hinzu kommen viele weitere innovative Entwicklungen, v. a. bei den Werkstoffen und Prozeduren.

IoT (Internet of Things)

Immer mehr Geräte sammeln Daten und kommunizieren mit einem Server, auch in der Zahnarztpraxis, auch “einfache” Technikgeräte, wie z. B. Amalgamabscheider.

Die Daten können genutzt und analysiert werden für

 

  • Statistische Auswertungen
  • Qualitätsverbesserung
  • Vermeidung von Ausfällen
  • Erweiterung der Funktionalität
    • große Datenmenge wird gesammelt, durch Vernetzung/Anbindung ans Internet wird Sicherheit/Datenschutz zu wichtigem Thema

    Im Dentalbereich ist die Entwicklung bei smarten IoT-Patientengeräten erst am Anfang (Zahnbürsten), Technikgeräte sind bereits häufiger vernetzt, zumeist mit dem Ziel, Ausfälle zu vermeiden (Amalgamabscheider meldet: Behälter demnächst voll, 3-D-Drucker: Material geht aus). Zukünftig ist die Vernetzung von weit mehr Geräten denkbar. Die Daten werden zukünftig mittels KI-basierter Algorithmen auch für Vorhersagen (Prädiktive Wartung) genutzt.

Füllungstherapie ist eines der häufigsten zahnärztlichen Verfahren. Durch die Mischung von Nanopartikeln wie Silica und Zirkonoxid (auch bekannt als Nanokomposit-Harz) können Zahnärzte nicht nur Hohlräume füllen und bakterielle Infektionen reduzieren, sondern auch den Wiederaufbau von Zahnschmelz unterstützen.30

Der Hochleistungskunststoff PEEK wird bereits für Implantate in der Medizintechnik eingesetzt. Seine Vorteile: metallfrei und damit durchlässig für Röntgenstrahlen, hohe Biokompatibilität, eine knochenähnliche Elastizität, kaum Materialermüdungserscheinungen. PEEK kann CAD/CAM-gestützt verarbeitet werden. Das Material ist für herausnehmbaren und bedingt herausnehmbaren Zahnersatz zugelassen. Es kann also für Modellgussprothesen, Sekundärteile, Überkonstruktionen bei kombiniertem Zahnersatz, implantatgestützte Vollkronen im Seitenzahnbereich und bedingt herausnehmbare, verschraubte Brücken verwendet werden. Auch für den Einsatz bei Bruxismus-Patienten ist das Material, durch seine kaukraftdämpfende Wirkung, zugelassen. Das Material bietet zwar keine Transparenz, ist jedoch mit Farben entsprechend den Farbskalen einfärbbar und wäre somit, auch die ästhetischen Eigenschaften betreffend, für Vollkronen geeignet. Aufgrund seiner Materialeigenschaften bietet sich PEEK als metallfreie und biokompatible Gold-Alternative an.31

Auch die Lachgassedierung bietet Wachstumspotenzial. Sie verringert Angst und Schmerzen, mindert Würge-/Schluckreflex, ist sehr risikoarm und hat keine Nachwirkungen. In den USA und im Vereinigten Königreich wird sie bereits sehr häufig eingesetzt, in Deutschland bislang noch sehr wenig (geschätzter Anteil der Praxen, die Lachgas verwenden: 10 %).

Auch im Bereich Dentallaser schreitet die Entwicklung voran, sowohl technologisch als auch bei den Einsatzmöglichkeiten in der Zahnarztpraxis. Die dentale Laserbehandlung wird dabei immer schonender. Neben Einsatzmöglichkeiten bei chirurgischen Eingriffen, in der Implantologie, in der Endodontologie und bei der Parodontitisbehandlung (auch Periimplantitistherapie) werden Laser künftig wohl präventiv gegen Kariesbildung eingesetzt. Ein Forscherteam der UC San Francisco hat festgestellt, dass die hohe Temperatur des Lasers die oberste Zahnschmelzschicht säureresistenter und weniger angreifbar macht. Eine einmalige Kombibehandlung mit Fluoridlacken und CO2-Laser könnte künftig wiederholte Fluoridbehandlungen ersetzen.32

Abb. 28 /// In 2017 neu installierte digitale Intraoralscanner


Quelle: FIDE/ADDE Survey /// Grafik: REBMANN RESEARCH /// Stand: 2018

Fußnoten
30)
Le Chabot Dental (2018): Dental Trends In 2018 And Beyond. URL: https://www.lechabotdental.com/blog/dental-trends-in-2018-and-beyond
31)
ZAHNTECHNIK MAGAZIN: Polyetheretherketon (PEEK) - ein neuartiger Werkstoff für die Gerüstherstellung. URL: https://www.ztm-aktuell.de/technik/festsitzende-implantatprothetik/story/polyetheretherke-ton-peek--ein-neuartiger-werkstoff-fuer-die-geruestherstellung__2227.html (abgerufen 2018)
32)
ZWP online (12.4.2018): Innovative Dentallaser: Prävention statt Restauration. URL: https://www.zwp-online.info/zwpnews/dental-news/branchen-meldungen/innovative-dentallaser-praevention-statt-restauration
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