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Chefsache 2020
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1.9  Der Übernahme- und Praxisabgabeprozess ist oft entscheidungsrelevant

Dem wichtigen Thema Praxisabgabe und Übernahme ist aufgrund der großen Bedeutung das gesamte Kapitel 9 gewidmet, das auch recht komplexe steuerliche Fragen erläutert, die in diesem Kontext stehen.

Optimierung der Praxisabläufe vorab

Der wichtigste Punkt bei einer Praxisabgabe bzw. Praxisübernahme ist der Kaufpreis. Naturgemäß liegen die Vorstellungen über den Kaufpreis zwischen Veräußerer und Erwerber erheblich auseinander. Obgleich in den letzten Jahrzehnten nachhaltig versucht wurde, die Kaufpreisfindung durch verschiedene Berechnungsmethoden zu objektivieren, sollte sich der Veräußerer bewusst machen, dass sämtliche Bewertungsmethoden lediglich einen rechnerischen Verkaufspreis ermitteln, welcher sich wirtschaftlich am Markt erst realisieren lassen muss. Fast alle Wertermittlungsmethoden legen für die Beurteilung des Praxiswertes die vorhandenen Sachwerte, die erzielten Gewinne in der Vergangenheit und der perspektivischen Entwicklung der Praxis (immaterieller Wert bzw. Goodwill) zugrunde.

Unabhängig davon, in welchem Zeitraum der Kaufpreis für eine Einzelpraxis oder eine Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) steuerlich abgeschrieben werden kann (lt. Finanzverwaltung bei einer Einzelpraxis zwei bis fünf Jahre, bei einer BAG fünf bis zehn Jahre), besteht Einigkeit darüber, dass sich der immaterielle Wert einer Praxis in Form der Patientenbindung schnell verflüchtigt. Dies hat dazu geführt, dass die regelmäßig für die Finanzierung notwendigen Banken die Finanzierungszeiträume so gestalten, dass eine zumutbare Belastung des Übernehmers mit Zinsen und Tilgung entsteht, der Zeitraum, an dem die Abschreibung des immateriellen Wertes zu einer steuerlichen Entlastung führt, ist wesentlich kürzer. Nach Ende des Abschreibungszeitraumes sieht sich der Übernehmer erhöhten Steuerzahlungen bei gleichbleibenden Kreditraten ausgesetzt. Auch vor diesem Hintergrund ist es für den Praxisabgeber notwendig, seine Praxis wirtschaftlich so attraktiv und leistungsfähig wie möglich zu gestalten, damit der Erwerber die notwendigen Gewinne erwirtschaften kann, um seinen Lebensunterhalt einerseits zu bestreiten und die Tilgung des Kredits andererseits in dem jeweils vorgesehenen Zeitraum zu bedienen.

Im Rahmen der Vorbereitung der Praxisabgabe sollte der Abgebende seine Praxis steuerlich, rechtlich und betriebswirtschaftlich optimieren, um einen bestmöglichen und vor allem am Markt realisierbaren Praxiswert zu erzielen. Regelmäßig sollte sich der Abgebende nicht scheuen auf externe Hilfe zurückzugreifen, um durch objektive Dritte die ggf. über Jahre eingefahrenen Strukturen auf ihre Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Optimierung zu überprüfen.

  Zum Kapitel 9.1.2 Optimierung der Praxisabläufe vorab

Praxisbörsen

Der Gesundheitsmarkt wird in den nächsten Jahren zu den wachstumsstärksten Branchen unserer Wirtschaft zählen. Neben einem zunehmend gesundheitsbewussten Verhalten in der Bevölkerung sind es vor allem auch demografische Faktoren sowie der medizinische Fortschritt, die allen Gesundheitsmärkten einen erheblichen Auftrieb geben. Im Zentrum dieser positiven Entwicklung befinden sich die niedergelassenen Haus-, Fach- und Zahnärzte mit ihren meist in freien Praxen betriebenen Einrichtungen. Hier wird es in den nächsten Jahren zu erheblichen Veränderungen kommen und der niedergelassene Arzt tut gut daran, sich so früh wie möglich um einen Nachfolger oder einen anderen Kaufinteressenten für den Vertragsarztsitz zu kümmern.

Mittlerweile kommen hierfür nicht nur die ärztlichen Kollegen, sondern auch MVZ, Krankenhäuser, Kommunen oder sogar Investoren in Betracht.

Erschwerend für den abgabewilligen Arzt wirkt die Tatsache, dass die Ärzteschaft ein relativ hohes Durchschnittsalter hat und daher in den nächsten Jahren viele Praxisabgaben zu erwarten sind. Insgesamt werden im ambulanten Sektor ca. 45.000 Praxisabgaben bis zum Jahr 2025 erwartet. Hinzu kommen im zahnärztlichen Bereich etwa 15.000 Praxisabgaben in diesem Zeitraum.

Es besteht ein erheblicher Investitionsstau in den Praxen und je älter das Inventar ist, umso schwerer dürfte man sich in Zukunft tun, überhaupt das Interesse eines Käufers zu wecken. Auch diesbezüglich tut die Ärzte- und Zahnärzteschaft gut daran, die Praxis auf dem neuesten Stand zu halten und auch den medizintechnischen Fortschritt mitzugehen. Das Gleiche gilt für den strukturellen Wandel. Die Strukturen der Praxen verändern sich. Die Praxen werden größer und kooperieren mit anderen Einrichtungen teilweise auch über die Sektorengrenzen hinweg. Je besser es dem Arzt gelingt sich hier zu integrieren, umso attraktiver wird auch die Praxis für einen potenziellen Übernehmer.

  Zum Kapitel 9.6 Praxisbörsen

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